Aktuelles

26. September 2017
Auswertung Regionalkonferenzen 2017

Im Juni fanden in den vier Planungsregio­nen Thüringens die diesjährigen Regionalkonferenzen des Thüringer Feuerwehr-Ver­bands statt: am 1. Juni in Stadtilm, am 7. Juni in Hermsdorf, am 8. Juni in Schleusingen und am 22. Juni in Nordhausen.

Ziel war es, zukunftsrelevante Themen und Bedarfe der Feuerwehren regio­nal zu diskutieren sowie gemeinsam die Zu­kunft der Thüringer Feuerwehren zu gestalten. Um die dort genannten Themen und Schwer­punkte tiefergehend zu beleuchten, wurden landesweit Kameradinnen und Kameraden sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung zu den einzelnen Konferenzen geladen. Unter ihnen waren auch Staatssekretär Udo Götze, der Leiter der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutz­schule Jörg Henze sowie Vorstandsmitglieder des Thüringer Feuerwehr-Verbands, die in den aktiven Austausch traten.

Die Regionalkonferenzen standen unter dem Titel: „Gebietsreform – Ausbildung – Uniform: Was erwartet die Feuerwehren in Thüringen in den nächsten Jahren?“.

Diskutiert wurde zu den Themen Ge­bietsstrukturreform, Überarbeitung der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2, Mitgliedergewinnung und -bindung, Übergang von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabtei­lung sowie zur Überlegung einer neuen Feuerwehruniform.

Durchgeführt wurden die Regionalkonferen­zen als World Café, eine Methode, die bei den Teilnehmenden großen Anklang fand. An drei verschiedenen Thementischen, die betreut wurden von den EMVü-Projektverantwortlichen und ausgebildeten Demokratieberater/-innen, konnten alle Kameradinnen und Kameraden in drei aufeinanderfolgenden Runden in den Dialog mit Vertretern des Verbandvorstands sowie Götze und Henze treten.

In den Tischdiskussionen konnten die insgesamt 224 Teilnehmerinnen und Teil­nehmer ihre Sichtweisen zu den „Themen der Feuerwehren in Thüringen“ einbringen, gemeinsame Ziele und Zusammenhänge erkennen, aktiv hinterfragen und im besten Fall schon erste Strategien entwickeln, um Herausforderungen gemeinsam entgegen­zutreten. Auf den mit Papier bezogenen Tischen hielten sie ihre Gedanken fest, die dann am Ende sehr vielfältige Ergebnisse lieferten.

Ein schöner Nebeneffekt war die Vernet­zung der Teilnehmenden, die durch die in­teraktiven Diskussionsrunden quasi neben­bei passierte. Als erstes Feedback durch die Teilnehmer wurden die Themenauswahl und -vielfalt, die vertiefenden Informationen, die offenen Diskussionsrunden und der Teil­nehmerkreis sehr positiv bewertet.

Insbesondere die geplante Gebietsreform wurde intensiv diskutiert und auch die vorgesehene Über­arbeitung der FwDV 2 fand großes Interes­se. Auch eine mögliche neue moderne Uni­form, welche funktional und flexibel einsetz­bar ist, wurde mehrheitlich positiv bewertet, falls ausreichend finanzielle Mittel vorhan­den sind und entsprechende Übergangsregelungen gefunden werden. Ein großes Dankeschön ging auch an die Feuerwehren vor Ort, welche die Veranstaltung hervorragend vorbereitet und begleitet haben.

Wie geht es weiter?

Ende September fand eine erste Auswer­tungsrunde der diesjährigen Regionalkonfe­renzen in Erfurt statt. Hier wurden sämtliche Eindrücke, Hinweise, Fakten und Lösungs­ansätze aus den Veranstaltungen vorgestellt und offen diskutiert. Ebenso wurden erste kurz-, mittel- und langfristige Ziele definiert und abgeleitet.

Der ThFV als Organisation befindet sich damit im regelmäßigen Austausch und in enger Zusammenarbeit mit den Fachaus­schüssen und Verbänden der Feuerwehren, dem Innenausschuss des Thüringer Land­tags, dem Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales, dem Gemeinde- und Städtebund sowie der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, um die wichtigen Themen der Thüringer Feuerwehren auch nach 2017 weiter voran­zubringen.